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Auf ein Wort, Frau Beer!

Wie ich meinen Weg zu Worten, Texten und der Fotografie fand -


In einer stürmischen Dezembernacht geboren, wurde mir Kreativität und die Liebe zur Sprache in die Wiege gelegt.

In meinem Elternhaus stand, neben der Musik, auch immer Sprache auf einem hohen Podest. Inspiriert von meiner sprachbegabten Mutter, die mit Ihrer Sensitivität und Empathie auch meine Gefühlswelt noch immer nachhaltig prägt, und einem musikalischen Vater der uns immer zu kreativen Lösungen anregte und mit einer der ersten Analogkameras unser ländliches Familienidyll festhielt, war mein Weg wohl schnell vorbestimmt.


Immer mit der Freiheit und motivierenden Strenge meiner Eltern im Nacken begann ich die ersten Texte zu verfassen - "damals" in meinem Kinderzimmer an einem Computer, weil meine Ungeduld mich dauerhaft abhielt so lang zu warten, bis meine kleinen Händchen die Worte geschrieben hatten, die mein Kopf schon längst zu ganzen Sätzen und Geschichten geformt hatte.

Schnell entwickelte ich so große Freude daran, dass ich nächtelang schrieb, mich in Fantasiewelten träumte und meine erste eigene Figur erschuf, die - wie sollte es als Mädchen anders sein - ihre ersten Abenteuer auf einem Pferdehof erlebte. Leila, so hieß meine Protagonistin, wuchs mit mir auf und wir erlebten so einige nächtelange Abenteuer.


Schon zu dieser Zeit beeindruckte mich auch die Hingabe und Liebe meines Vaters für die Fotografie. Seine Kamera, die auch meine Mutter mitbenutzte um uns Kinder nach dem sonntäglichen Gottesdienst, hübsch angezogen wie wir waren, bildlich festzuhalten, war stets treuer Begleiter. So war es fast selbstverständlich, dass ich mich dieser Liebe hingab und ebenfalls Interesse, Freude und Leidenschaft für die Fotografie entwickelte. Anfänglich frustriert, weil die analoge Fotografie Geduld erforderte: Auf die Entwicklung des Filmes warten, die Negative durchsehen, erst lange später das fertige Produkt, das Bild, in den Händen halten... für die wohl ungeduldigste Person der Welt, schier unmöglich. Und irre frustrierend.

Als ich dann, nach langem Wunschzettelschreiben, die erste eigene (digitale) Kamera bekam, war die Freude unermesslich! Und hier begann nun auch meine fotografische Reise und, neben dem Schreiben und der Musik, ein neues, großes Hobby.


Irgendwo zwischen dem Wahnsinn des Erwachsenwerdens, dem Schreiben, den Schicksalsschlägen die man als heranwachsendes Mädchen erlebt, bin ich immer wieder zu meinen Wurzeln zurückgekehrt : Zu schönen Worten, Bildern die festhielten was mich bewegte. Immer noch wahnsinnig schüchtern mal etwas außerhalb der Familienbande zu zeigen...


Ich finde, dass Worte und Bilder die Seelen berühren.

Derer, die lesen, oder ein Foto anblicken. Dahinter verbirgt sich aber auch immer viel Leidenschaft und das offene Herz des Erschaffers und Autors. Das hielt mich immer früh ab zu zeigen, was ich schrieb. Ich hatte schlichtweg Angst vor bösen Worten, vor Verurteilung, vor der Entmutigung.


Mutiger wurde ich in meinen Zwanzigern, als ich schon lange ausgezogen war in die Stadt, um zu sehen, was das Leben so für mich bereithielt. Ich habe also einen kleinen Blog eröffnet, auf einer Seite die leider im Oktober 2019 vom Betreiber geschlossen wurde. Dort habe ich mit vielen Schreiberlingen gemeinsam getextet, konstruktive Kritik erleben dürfen und konnte mit meinen Worten wachsen, viele neue Texte schaffen.


Den Mut wieder Texte zu zeigen, zu zeigen was mich ausmacht, was mir Freude bereitet und was Leidenschaft für mich heißt... den Mut hat mir eine sehr gute Freundin geschenkt.

Die auch jetzt wohl einer meiner größten Unterstützer und Motivator ist.


Und da sind wir nun - Auf dieser Seite, mit diesem Blog, Galerien und Inspirationen.

Ich bin mutig und möchte mit euch lieben, lachen, träumen und ernst sein. Fotos erschaffen, kreativ sein, künstlerisch sein.


Und ich freue mich, dass ihr mit an Bord seid.

Auf zu neuen, alten Ufern!


Ahoi.








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